Als Ernährungswissenschaftlerin ist mir klar, dass eine gesunde Ernährung so früh wie möglich von großer Bedeutung ist: Im Alter von 1-12 Jahren werden Geschmack, Gewohnheit, Persönlichkeit und die Haltung gegenüber den Nahrungsmitteln ausgebildet.

Viele Kleinkinder in der heutigen Zeit haben schon ungesunde Vorlieben: Sie „lieben“ Zucker, Salz und stark verarbeitete Lebensmittel. Dieser gewohnte, meist sehr süße oder stark gewürzte Geschmack ist das einzige, was zählt bzw. akzeptiert wird.

Gesüßte Limonade, Eistee oder ein Kakaogetränk wird Wasser oder Tee vorgezogen, Schokolade und Gummibärchen Apfel und Birne. Salzige Pommes und Bratwürstchen werden lieber gegessen als Broccoli oder Möhren.

Haben sich die Kinder an den Geschmack gewöhnt, ist er ihnen im höheren Lebensalter schwer wieder abzugewöhnen. Als Erwachsene setzen sie Ihre Essensgewohnheiten weiter fort – mit den bekannten Konsequenzen, wie z. B. Karies und Übergewicht, aber auch Diabetes und Herz-Kreislaufprobleme.

Deshalb ist es für Eltern wichtig sich die Frage nach der Verantwortung auch bei der Ernährungserziehung ihrer Kinder zu stellen.